Drat – „Insomnia“

dratDie Metal-Szene in Hamburg ist momentan mächtig am brodeln: Nachdem die Kollegen von The Retaliation Process, Buried In Black und Gods Of Hate vor kurzem mit ihren ersten Veröffentlichungen durch die Bank punkten konnten, schließen sich nun auch Drat mit ihrem ersten Album diesem positiven Trend an.
„Insomnia" nennt sich das gute Stück, das mit seinen knapp 26 Minuten zwar arg kurz ausgefallen ist, dafür aber umso mehr mit einem bunten Potpourie an abwechslungsreichen Songs glänzen kann. Stilistische Vielfalt wird bei den Hamburgern also großgeschrieben und das steht ihnen gut zu Gesicht. Die Neun, allesamt angenehm kurzen Songs (inkl. Intro) pendeln gekonnt zwischen HardCore („A Song For The Weak") und Metal („Envy" geiles Solo!) hin und her, während beim Titelsong oder dem Rausschmeißer „Thank You" dezente Alternative, bzw. Punkige Einflüsse zu vermelden sind. Was sich nun vielleicht als großes Durcheinander anhört, klingt auf dem Album aber durchaus schlüssig und durch die konsequente Eingängigkeit aller Songs (!) ergibt sich ein rundes Endergebnis.
Als kleines Luxusproblem entpuppt sich allerdings der Sound, der für meinen Geschmack etwas zu steril klingt. Aber das ist, wie eben schon gesagt, mein persönliches Empfinden und sollte niemanden davon abhalten, in „Insomnia" zumindest mal reinzuhören.
Anspieltipps: Der mächtig nach Vorne gehende Opener „A Song For The Weak" sowie die kitschfreie, mit Streichern unterlegte Ballade „The Greatest Gift" bei der Sänger Robin Musahl zeigt, wie viel Potential in seiner Stimme vorhanden ist. Schönes Debüt!

Sven Meier

xl

Tracklist:
Horizons
A Song For The Weak
But I Survived
Envy
Insomnia
The Greatest Gift
Media Control
Everything I Need
Thank You

Kontakt:

www.myspace.com/dratmusic

www.drat-music.com

 

 
Werbeeinblendungen