Insidious Disease - "Shadowcast"

insidiouse diesaeLange angekündigt, mehrfach wurde der Release nach hinten geschoben, doch nun ist es endlich da: das Debütalbum der so genannten All-Star Kapelle Insidious Disease. Diverse Presswerke weigerten sich im Vorfelde, die Texte und das Artwork der CD zu pressen, weil diese in deren Augen zu derbe und zu krank erschienen. Tja, wenn man der Band böses möchte, kann man schnell denken, dass es ne bessere Promotion für ein Album kaum geben könnte.
Aber Spaß beiseite, solche Albernheiten haben Insidious Disease schlicht und einfach nicht nötig und möchten in erster Line mit guter Musik auf sich aufmerksam machen. Und die gibt es auf „Shadowcast" in Hülle und Fülle zu entdecken. Vorausgesetzt natürlich, man steht auf klassischen Death Metal, der entfernt an die krude Mischung aus alten Morbid Angel, noch älteren Entombed, Hypocrisy und Unleashed minus Wikingerquatsch erinnert.
Über das Line-Up habe ich auf unseren News-Seiten schon mehrfach berichtet, deswegen verzichte ich an dieser Stelle auch, großartig auf die Namen der Bandmitglieder einzugehen. Allerdings kann man Marc Grewe im Zusammenhang mit Insidious Disease einfach nicht ignorieren. Was? Ihr kennt Marc Grewe nicht? Dann mal schleunigst in den nächsten Secondhand CD-Laden Eures Vertrauens und kauft Euch „Cursed", „Odium" und das sträflichst unterbewertete „Fell Sorry For The Fanatic". Allesamt von Morgoth, der wahrscheinlich wichtigsten und fortschrittlichsten deutschen Death Metal Band der frühen Neunziger, bei der Grewe seine Stimme strapazierte.
Ganz so fortschrittlich wie bei den eben genannten Morgoth geht es auf „Shadowcast" nicht zu. Wie oben schon erwähnt, regiert hier eher der klassische, straight-in-your-face Death Metal, der heutzutage nur noch selten zelebriert wird. Also nix mit pseudo-anspruchsvollen frickelkram a la Suffocation oder Mädchen-„Death Metal" aus Göteburg.
Eines dürfte klar sein: Insidious Disease erfinden das Genre mit absoluter Sicherheit nicht neu. Fakt ist aber auch, das Marc Grewe und seine Spießgesellen zehn (plus der sehr geilen „Leprosy" Coverversion von Death) richtig knackige Songs am Start haben, die das Herz eines jeden Death Metallers schneller zum Schlagen bringen werden. Und das ist ja schließlich das Wichtigste.
An „Shadowcast" gibt es grundsätzlich mal nix auszusetzen und sollte dringend von Euch verhaftet werden.

Sven Meier

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Trackliste:
01. Nuclear Salvation
02. Boundless
03. The Essence Of Neglect
04. Abortion Stew
05. The Desire
06. Rituals Of Bloodshed
07. Facemask
08. Value In Flesh
09. Abandonment

Label:
Century Media

Spielzeit: 00:36:18

 
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