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Accuser: The Forlorn Divide

Accuser TheForlornDivideLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 46:58 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 11. März 2016

 

2016 startet mit einem Paukenschlag für alle Anhänger des gepflegten Thrash Metals aus Deutschland. Gleich drei Bands aus der ehemals zweiten Reihe melden sich mit hervorragenden neuen, aber vollkommen unterschiedlichen Alben zurück. Die teilweise langjährigen Pausen merkt ihnen dabei niemand an – im Gegenteil. Während Exumer eine vor erstklassigen Exodus-Riffs strotzende CD vorlegen, bleiben Protector ihrem brutalen Thrash im Grenzbereich zum Death Metal treu. Accuser, um die es in diesem Review eigentlich geht, wählen hingegen eine etwas andere Herangehensweise: moderner ausgerichtet und mit einigen progressiveren Einschüben, dafür aber nicht minder „hart“.

Bei aller Detailverliebtheit bleiben die zehn ausgezeichnet produzierten Songs auf „The Forlon Divide“ jederzeit nachvollziehbar. Ein stimmiges Cover und bemerkenswerte Texte runden die Veröffentlichung insgesamt ab. „Lust for Vengeance“ macht als Opener unmissverständlich klar, wohin die Reise geht; Uptempo, dazu die aggressiv-einprägsamen Vocals von Sänger Frank Thoms. Das folgende „Unreal Perception“ hält anschließend, genauso wie „Fifth Column“, einen Chorus bereit, der sich tief ins Gedächtnis frisst und tagelang im Ohr bleibt. Bei „Arbitrary Law“ überraschen die Siegener mit einem Part, der auf Fear Factorys Referenzwerk „Demanufacture“ eine sehr gute Figur gemacht hätte. Dazu kommen in jeden einzelnen Song Soli, die eine wahre Freude sind und die Ergüsse von Kerry King bzw. Garry Holt auf der letzten Slayer locker in die Ecke stellen.

Apropos Slayer: Die kalifornischen Totschläger sollten sich glücklich schätzen, ihr heißersehntes, zumeist positiv aufgenommenes – in meinen Augen indes überbewertetes – Album „Repentless“ bereits im Vorjahr auf den Markt geschmissen zu haben. Denn „die alte Garde“ aus Deutschland sägt nachhaltig mit unglaublicher Präzision an ihrem Thron. Ich jedenfalls ziehe Accuser, genauso wie Exumer und Protector, der aktuellen Slayer vor. Was viel heißen will: Vermutlich habe ich keine LP in meinem Leben öfter gehört als „Reign in Blood“.

Torben Jablonski

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01 Predawn
02 Lust For Vengeance
03 Unreal Perception
04 Arbitrary Law
05 Impending Doom
06 Tribulation
07 Perish By Oblivion
08 Fifth Column
09 Sulfur Rain
10 Flow Of Dying

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