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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsL-MMy Silent Wake: Dammatio Memoriae

My Silent Wake: Dammatio Memoriae

My Silent Wake  Dammatio memoriaeLabel: House of Ashes Productions

Spielzeit: 55:00 Min.

Genre: Heavy Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Das achte Album in zehn Jahren, dazu noch 'nen ganzen Haufen EPs, also Faulheit kann man der Band um Mastemind Ian Arkley (richtig, der Sänger von "Seventh Angel"!) nun wirklich nicht vorwerfen. Eher eine gewisse Unstetigkeit im Bereich Mitglieder und Stil. Während das stete Drehen des Band-Karussells für den Hörer vielleicht weniger störend ist, so dürfte der häufige Stilwechsel doch für manche Unsicherheit sorgen. So darf man sich fragen, was nach einem "Doom-Album" und dem darauf folgenden akustischen Mittelalter-Folk und dem atmosphärischen Ambient des letzten Werkes nun kommen könnte?

Es geht wieder zurück in Richtung Doom, eine Entscheidung, die definitiv nicht die Schlechteste ist, denn das neue Album weiß zu gefallen. Aber Obacht, so langsam und "typisch"Doom geht es auf "Damnatio memoriae" nicht mehr zu, schon zu Beginn wird klar, dass es hier größtenteils recht flott zur Sache geht, man also eher von einer Art "Heavy-Doom" sprechen kann (so etwas wie von Bands wie z.B. "Doomdogs" zu hören bekommt). Erst im Verlauf der Spielzeit wird immer wieder das Tempo herausgenommen und dann hat das Album seine besten Momente. Die Kompositionen haben Hand und Fuß, sind abwechslungsreich und folgen ganz bestimmt nicht irgendeinem Schema, dafür erzeugen sie eine wunderbar melancholische Atmosphäre.

Besonderes Augenmerk sollte aber auch auf der gesanglichen Leistung liegen: Was der bereits oben erwähnte Ian Arkley hier abliefert, ist schon ziemlich geil, von düsterem Krächzen ganz nah an Death-Growls, bis hin zu romantisch/melancholischem Klargesang hat der Mann alles drauf!

Man darf hoffen, dass die Band endlich mal bei diesem Stil verweilt, denn das hat sie eindeutig drauf und sollte diese Tatsache pflegen und ausbauen. Mal schauen, was die Zukunft so bringt, in der Gegenwart haben wir ein gut gemachtes Album, das zwar hier und da noch ausbaufähig ist, aber dennoch zu überzeugen weiß!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Of Fury 05:27
2. Highwire 03:52
3. Now It Destroys 06:20
4. Black Oil 07:55
5. And So It Comes to an End 05:34
6. The Innocent 06:32
7. The Empty Unknown 13:57
8. Chaos Enfolds Me 05:18

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